Ruth Heftrig

Ruth Heftrig studierte Kunstgeschichte, Amerikanistik sowie Mittlere und Neuere Geschichte in Bonn. In ihren wissenschaftlichen Forschungen beschäftigt sie sich vorwiegend mit der Geschichte des Faches Kunstgeschichte und der bildenden Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Durch ihren Wechsel als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Bonn nach Halle (Saale) verstärkte sich ihr Interesse für Aspekte der deutsch-deutschen Zeitgeschichte und die Kunst und Geschichte Halles.

Als Dozentin für Kunstgeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle verfügt sie über Erfahrungen bei der Konzeption und Durchführung von Seminaren und Exkursionen, der Betreuung von Studierenden, der Veranstaltung von Tagungen, der Redaktion von Sammelbänden und dem Lektorat von Texten.

Aus ihrer langjährigen freiberuflichen Tätigkeit resultiert ein routinierter Umgang mit der Konzeption, Steuerung, Durchführung und Nachbereitung von Projekten. Präzise vermittelte Inhalte und realistische Planung stehen dabei gleichberechtigt nebeneinander. Das Arbeiten im „stillen Kämmerlein“ der Büros, Bibliotheken und Archive liegt Ruth Heftrig ebenso wie öffentliche Auftritte bei Moderationen, Vorträgen, Führungen und Ausstellungseröffnungen.

Ruth Heftrig ist Mitglied im Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler und im Verband Deutscher Kunsthistoriker. Sie engagiert sich in den beiden halleschen Vereinen Arbeitskreis Innenstadt und hr.fleischer – Kunst- und Projektraum Kiosk am Reileck.

Publikationen:

Monografien:

  • Fanatiker der Sachlichkeit. Richard Hamann und die Rezeption der Moderne in der universitären deutschen Kunstgeschichte 1930–1960, Akademie Verlag, Berlin 2014 (Schriften zur modernen Kunsthistoriographie, Band 5) (Dissertationsschrift)

Aufsätze und Katalogbeiträge:

  • Vier Beiträge in: Matthias Noell (Hg.): Die Burg Giebichenstein in Halle, alphabetisch geordnet. Eine Hochschulenzyklopädie, Berlin 2015 (Paris 1937, S. 333–334; Ehrenbürger, S. 99–100; Kundin der Burg, S. 255–256; Vaterland, S. 451–452).
  • Narrowed Modernism. On the Rehabilitation of „Degenerate Art“ in Postwar Germany, in: Degenerate Art. The Attack on Modern Art in Nazi Germany, 1937 (Ausstellungskatalog Neue Galerie, New York 2014), hg. von Olaf Peters, New York 2014, S. 264–287.
  • Botschafter der Moderne? Zur Lehrtätigkeit von Museumsmitarbeitern an den Universitäten, in: Ruth Heftrig, Olaf Peters und Ulrich Rehm (Hg.): Alois J. Schardt. Ein Kunsthistoriker zwischen Weimarer Republik, „Drittem Reich“ und Exil in Amerika, Berlin 2013, S. 59–74 (Schriften zur modernen Kunsthistoriographie, Band 4).
  • Das blaue Wunder wundert sich, in: Blaues Wunder. Ausstellung im Kunst- und Projektraum hr.fleischer Kiosk am Reileck, 3. November bis 6. Dezember 2012 (Dokumentation zu einer wandernden Skulptur von Andrea Knobloch), S. [6–7].
  • Neue Sachlichkeit in Dresden, Ausstellungskatalog Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister, hg. von Birgit Dalbajewa, Dresden: Sandstein Verlag 2011, darin folgende Beiträge:
    – 1918 bis 1933. Deutsche und Dresdner Zeitgeschichte in Wort und Bild (gemeinsam mit Mathias Wagner und Andreas Dehmer), S. 18–55.
    – Neue Sachlichkeit nach 1933? Dresdner Künstler im „Dritten Reich“ (gemeinsam mit Birgit Dalbajewa), S. 136–145.
    – Künstlertexte zu Curt Großpietsch, Lea Grundig, Martin Hänisch und Karl Völker
  • Synthese am Bauhaus. Die Weimarer Bühnenexperimente, in: Begegnung Bauhaus. Kurt Schmidt und Künstler der Avantgarde von Kandinsky bis Vasarely. Ausstellungskatalog Kunstsammlung Gera 25. März bis 28. Juni 2009, Gera 2009, S. 62–63.
  • Facetten der Bonner Kunstgeschichte im Nationalsozialismus, in: Thomas Becker (Hg.): Zwischen Diktatur und Neubeginn. Die Universität Bonn im „Dritten Reich“ und in der Nachkriegszeit, Göttingen 2008, S. 141–158.
  • Rannische Straße 23/Alter Markt 5, in: Die Rannische Straße, Sonderheft der Halleschen Blätter, hg. vom Arbeitskreis Innenstadt e.V., Halle 2007, S. 73–82.
  • Neues Bauen als deutscher „Nationalstil“? Modernerezeption im „Dritten Reich“ am Beispiel des Prozesses gegen Hans Weigert, in: Nikola Doll/Christian Fuhrmeister/Michael H. Sprenger (Hg.), Kunstgeschichte im Nationalsozialismus.
    Beiträge zur Geschichte einer Wissenschaft zwischen 1930 und 1950, Weimar 2005, S. 119–137.

Herausgeberschaften:

  • Alois J. Schardt. Ein Kunsthistoriker zwischen Weimarer Republik, „Drittem Reich“ und Exil in Amerika, Berlin 2013 (Schriften zur modernen Kunsthistoriographie, Bd. 4) (zusammen mit Olaf Peters und Ulrich Rehm).
  • Wissenschaft zwischen Ost und West. Der Kunsthistoriker Richard Hamann als Grenzgänger, Marburg 2009 (zusammen mit Bernd Reifenberg).
  • Kunstgeschichte im „Dritten Reich“. Theorien, Methoden, Praktiken, Berlin 2008 (Schriften zur modernen Kunsthistoriographie, Band 1) (zusammen mit Olaf Peters und Barbara Schellewald).
  • Kunstgeschichte nach 1945. Kontinuität und Neubeginn in Deutschland, Köln 2006 (zusammen mit Nikola Doll, Olaf Peters und Ulrich Rehm).

Rezensionen:

  • Rezension von Sabine Klug: Das Ende des Rechten Winkels. Wilhelm Ulrich und die hexagonalen Baukonzepte in der Architektur des 20. Jahrhunderts, Hildesheim (Olms) 2008, in: Hallesche Blätter, Heft 37, September 2009, S. 15–18.
  • Ausstellungs-Rezension zu: Kunst und Kalter Krieg, 28.05.2009–06.09.2009, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, in: H-Soz-u-Kult, 22.08.2009.
  • Moritzburg II. Die Konzeption der neuen Ausstellungsräume, in: Hallesche Blätter, Heft 36, März 2009, S. 10–16.
  • Rezension von: Hubert Locher (Hg.): Kunstgeschichte im 20. Jahrhundert. Eine kommentierte Anthologie, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2007, in: sehepunkte 8 (2008), Nr. 10 [15.10.2008].
  • Rezension von: Christian Fuhrmeister / Stephan Klingen / Iris Lauterbach u.a. (Hg.): „Führerauftrag Monumentalmalerei“. Eine Fotokampagne 1943–1945, Köln / Weimar / Wien: Böhlau 2006, in: sehepunkte 7 (2007), Nr. 4 [15.04.2007].
  • Tagungsbericht: Kunstgeschichte an den Universitäten in der Nachkriegszeit (1945–1955), 14. und 15. Oktober 2005, im Institut für Kunstgeschichte der Universität Karlsruhe (TH), publiziert auf www.arthist.net, November 2005.

Vorträge:

  • Erwachsenenbildung durch Kunsthistoriker. Die Bildungskonzepte von Richard Hamann (Marburg), Fritz Wichert (Mannheim) und Max Raphael (Berlin) im Vergleich, auf der Tagung „Der große Bau. Kulturbauten und Bildungskonzepte in der Weimarer Republik“, 29.05.2015
  • Neue Rahmenbedingungen. Hallesche Künstler und Kunstinstitutionen 1933–1945, in der Vortragsreihe „Die Stadt und die Kunst“ des Vereins für hallische Stadtgeschichte, 06.05.2013.
  • „Mystagogischer Dekorationsmalermeister“ (Karl Scheffler). Nolde und die Kunstkritik der Weimarer Republik, auf der Tagung „Emil Nolde und Max Sauerlandt“, veranstaltet von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Stiftung Moritzburg. Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, 15.02.2013.
  • Hamanns „Die deutsche Malerei vom Rokoko bis zum Expressionismus“ (1925) im Kontext anderer Überblickswerke von 1917–1931, auf der Tagung „Das Problem der Form. Interferenzen zwischen moderner Kunst und Kunstwissenschaft (1890–1960)“, Tagung des Kunstgeschichtlichen Instituts der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main, 26.11.2011
  • Botschafter der Moderne? Zur Lehrtätigkeit von Museumsmitarbeitern an den Universitäten, auf der Tagung „Alois J. Schardt – ein Kunsthistoriker zwischen Weimarer Republik, ‚Drittem Reich’und Exil in Amerika“, organisiert von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Stiftung Moritzburg. Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, 27.06.2009.
  • Klassische Moderne in Halle. Feininger, Nolde und die Moritzburg, Vortrag auf dem Hochschulinformationstag der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 21.03.2009.
  • Präsentation des DFG-Projekts „Geschichte der Kunstgeschichte im Nationalsozialismus (GKNS-WEL)“, Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München, 19.11.2005.
  • Die Bonner Kunstgeschichte im Nationalsozialismus Ringvorlesung: Universität und Nationalsozialismus. Neuere Arbeiten zur Geschichte der Universität Bonn in der NS-Zeit, Vortrag im Rahmen einer Ringvorlesung an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 17.05.2005.
  • „für uns vorläufig unbetretbare Gebiete“. Zum Stellenwert der universitären Modernerezeption nach 1945, Vortrag auf der Tagung „Kontinuität und Neubeginn. Kunstgeschichte im westlichen Nachkriegsdeutschland“ an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Kunsthistorisches Institut, 07.–09.10.2004.

Eröffnungsreden und Podien:

  • Eröffnung der Ausstellung „generell frisch 2015. Neuzugänge des BBK Sachsen-Anhalt“, gemeinsam mit Juliane Aleithe, Stadtmuseum Halle, Christian Wolff-Haus, 10.09.2015.
  • Eröffnung der Ausstellung „Zwischenhalt. Tobias Pfeifer – Zeichnung, Grafik, Plastik“, Galerie Himmelreich, Magdeburg, 28.07.2015.
  • Teilnahme am Herrenhäuser Gespräch „Stunde Null? Über radikale Neuanfänge nach 1945 in Musik, Kunst und Literatur“ (Aufzeichnung am 16.07.2015, Sendung bei NDR-Kultur am 13.09.2015, 20.05 Uhr in der Reihe NDR Sonntagsstudio).
  • Eröffnung der Ausstellung „Schnongs auf Hitsche. Kunst und Alltag in Mitteldeutschland“, Schlossgartensalon Merseburg, 08.05.2015.
  • Vortrag anlässlich einer Matinee zur Ausstellung „Heimat Halle-Neustadt“, Stadtmuseum Halle, Christian Wolff-Haus, 13.07.2014.
  • Eröffnung der Ausstellung „generell frisch. Neuzugänge des BBK Sachsen-Anhalt“, Stadtmuseum Halle, Christian Wolff-Haus, 31.05.2013.
  • Einführung in die Ausstellung „Stöffel-Park – Bilder eines stillgelegten Steinbruchs von Carola Heftrig-Rörig“, cCe Kulturhaus Leuna, 23.05.2013.
  • Einführung in die Ausstellung „Industriekultur, Menschen, Natur – in Bildern von Carola Heftrig-Rörig“, Kunstsammlungen der Stadt Limburg, 08.03.2013.
  • Eröffnungsrede zur Gruppenausstellung „kunstinbetrieb 3. Glaucha“, Albert-Schmidt-Straße 5, Halle (Saale), 01.06.2010.
  • Eröffnungsrede zur Gruppenausstellung „kunstinbetrieb 2. wegreisen – abreißen“, alte Fabrik in der Rudolf-Ernst-Weise-Straße 4/6, Halle (Saale), 13.10.2009.